Mit dem Ersatz von Schulhaus und Mehrzweckhalle erfährt die heterogene Bebauungsstruktur eine neue Ordnung. Die Mehrzweckhalle fasst den bestehenden Hofraum und nimmt gleichzeitig Bezug auf das Haupthaus. Das punktförmige Schulhaus weicht vom Ufer zurück und bildet einen Ankunftsplatz am See aus. Auf der gegenüberliegenden Seite grenzt es an den Pausenhof, lässt aber Platz für seitliche Sichtbezüge zum Wasser. Mit seiner moderaten Höhe und seinem handwerklichen Erscheinungsbild vermittelt das Schulhaus zwischen den vorhandenen Typologien. Die vertikale Holzschalung ist mit den scheunenartigen Hallenbauten verwandt, der rote Anstrich spannt eine Brücke zum Fachwerk des historischen Hauptbaus. Gleichzeitig unterstreicht der Farbakzent die Bedeutung des Schulhauses.
Über ein Foyer am Seeplatz betreten die Kinder und Jugendlichen das Schulhaus. Eine gewendelte Treppe, die das Haus auch äusserlich prägt, bringt sie zu den Garderoben und von dort in eine zentrale Halle. Die beiden Klassenzimmer können zu einem grossen Raum verbunden werden, der sich dreiseitig zum See öffnet.