Das Ende des 15. Jahrhunderts erbaute Wohnhaus und der zweihundert Jahre später angebaute Stall blicken auf eine lange Geschichte zurück, die immer wieder Veränderungen mit sich brachte. Diese wertvollen Zeitschichten wurden wo immer möglich bewahrt, offengelegt und mit zurückhaltenden, punktuellen Eingriffen ergänzt.
Das Wohnhaus beherbergt zwei Einheiten für Ferien im Baudenkmal oder Aufenthalte von Kulturschaffenden. Eine geschickte Zuordnung bestehender Öffnungen ermöglicht es, die Innenräume des Ensembles flexibel zu nutzen, wie es der zeitgemässe Betrieb als Veranstaltungs- und temporärer Wohnort erfordert. Die raumfassende Holzstruktur des Stalls bildet einen stimmungsvollen Rahmen für Konzerte, Ausstellungen oder Vorträge. Aussen formen die vorhandenen, vertikalen Holzlatten eine transluzente Filterschicht, innen kann dem Saal ein schützender Mantel in Form eines Vorhangs umgelegt werden. Eine Pergola entlang der alten Umfassungsmauer lädt zum Aufenthalt im Aussenraum ein, der behutsam erneuert wurde.